Zwei Tage planung&analyse Insights 2026 bedeuteten für uns viele neue Perspektiven, fachlichen Austausch und vor allem eines: die Gelegenheit, Forschung einmal mehr aus der Perspektive der konkreten Entscheidungsfrage zu betrachten.
Gerade bei Innovationen zeigt sich, wie wichtig dieser Blick ist. Nicht jede Unsicherheit lässt sich mit demselben Forschungsansatz beantworten. Genau deshalb stand in unserem gemeinsamen Vortrag mit Dr. Beckmann nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, was wir über eine Innovation lernen müssen, um die nächste Entscheidung fundiert treffen zu können.
Jede Innovation beginnt mit einer anderen Forschungsfrage
Innovationskraft entsteht dort, wo neue Lösungen konsequent aus Bedürfnissen, Pain Points und Routinen der Konsumenten entwickelt werden.
Im Vortrag „No Blueprints for Breakthroughs“ von Margitta Sturm, Dr. Beckmann Group und Kathrin Schaarschmidt, SKOPOS, stand deshalb nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt. Der rote Faden war vielmehr eine Frage:
Was müssen wir in diesem Innovationsprojekt lernen, um die nächste Entscheidung sicher treffen zu können?
Dafür lohnt es sich, Forschung von der Fragestellung aus zu denken:
- Consumer Problem verstehen
Welcher Pain Point oder welches Bedürfnis macht die Innovation überhaupt relevant? - Entscheidende Unsicherheit identifizieren
Geht es beispielsweise um Kategorieverständnis, Akzeptanz, Differenzierung oder den wahrgenommenen Mehrwert? - Passenden Lernkontext bestimmen
Muss sich eine Innovation im Alltag bewähren? Geht es um die Wahrnehmung am Regal oder um einen kontrollierten Vergleich verschiedener Lösungen? - Forschungsdesign ableiten
Welche Methode oder Methodenkombination liefert die beste Evidenz für die anstehende Entscheidung?
Gleicher Innovationsanspruch, unterschiedliche Lernaufgaben
Dr. Beckmann und SKOPOS gaben den Teilnehmenden Einblicke in verschiedene Innovationsprojekte. Allen gemeinsam war der Anspruch, relevante und differenzierende Lösungen für Konsumenten zu entwickeln. Die Forschungsfragen dahinter waren jedoch sehr unterschiedlich:
Genau deshalb brauchten die Projekte unterschiedliche Forschungsdesigns.
Wo in einem Fall ein In-Home-Use-Test (IHUT) entscheidende Erkenntnisse aus der wiederholten Anwendung im Alltag liefert, kann in einem anderen Fall ein Studio-Test die bessere Wahl sein, um Wahrnehmung, Vergleich und Produkterlebnis gezielt zusammenzubringen.
Innovation muss sich entlang der gesamten Customer Journey beweisen
Ein starkes Konzept allein reicht nicht. Neue Produkte müssen an jedem entscheidenden Kontaktpunkt überzeugen. Vom ersten Blick über das Produkterlebnis bis zur wiederholten Nutzung.
Ein gutes Forschungsdesign bildet deshalb genau die Situationen ab, in denen eine Innovation scheitern oder gewinnen kann.
Die entscheidende Frage lautet also nicht, welches Verfahren grundsätzlich besser ist. Sondern welches Forschungsdesign die konkrete Frage beantwortet und damit die nächste Innovationsentscheidung fundiert vorbereitet.
Welche Forschungsfrage steckt in Ihrer Innovation?
Gemeinsam klären wir, welche Unsicherheit Ihre nächste Entscheidung blockiert und entwickeln daraus ein Forschungsdesign, das zu Ihrem Produkt, Ihrer Entwicklungsphase und den entscheidenden Momenten der Customer Journey passt.
Lassen Sie uns über Ihre nächste Innovation sprechen.





