Ihr Weg zu Insights aus der chinesischen Automobilindustrie

Dialog mit unseren lokalen Partnern in China – Teil 4: Auswirkung von Corona

Im Januar 2020 wurde China als erstes Land der Welt stark von Corona getroffen. Das Land und die Menschen erlebten eine landesweite Abriegelung für mehrere Monate. Face-to-Face-Forschungsaktivitäten waren in dieser Zeit unvorstellbar. Es dauerte über ein halbes Jahr, bis die Geschäftsaktivitäten sich in China mit Einschränkungen wieder normalisierten. Wir haben unsere Partner vor Ort gefragt, welche Erfahrungen sie gemacht haben und ob sich die Branche nachhaltig verändert hat.

Bomi – unser Partner für qualitative Studien auf dem chinesischen Markt

“Remote, remote, remote! “

Methodik: Car Clinics und qualitative Vor-Ort-Forschung können auch in Zukunft wie gewohnt in China durchgeführt werden, aber es hat sich ein neuer Modus etabliert: 2+1/2+2-Setting. Für ausländische Marken bedeutet das, dass sie nicht mehr direkt vor Ort dabei sein können. Die Befragungen führen zwei lokale Player vor Ort aus (lokales Joint-Venture von Hersteller und Marktforschungsagentur) und die Beobachter des ausländischen Unternehmens (und die internationale Agentur) beobachten die Forschungsaktivitäten hingegen aus dem Ausland.

Das sagt unser Partner Bomi

Wir haben eine weitere Veränderung festgestellt: Sogar einige Events der Automobilbranche finden jetzt online statt, wie beispielsweise Automobilausstellungen. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass ausländische Marktforscher in Zukunft fast immer aus der Ferne zuschauen und analysieren.

Kurun – unser Partner für Panelstudien auf dem chinesischen Markt

„Mehr Leistung während der Covid-Zeit“

Methodik: Während der Corona-Zeit ging die Zahl der Computer Assisted Telephone Interview (CATI)-Studien in China drastisch zurück. Den Wechsel von einer eher traditionellen Forschungsmethode wie CATI zu Panelstudien sehen wir als einen unumkehrbaren Trend.

Das sagt unser Partner Kurun

Als internationaler Panel-Anbieter mit Fokus auf den chinesischen Markt wurde von uns erwartet, dass wir während der Corona-Zeit im Jahr 2020 stark leiden würden. Aber genau das Gegenteil geschah: Corona-bezogene Forschungsthemen erhöhten unseren Umsatz im Jahr 2020 um 30-40 %.

Unser Fazit: Die Pandemie hat den chinesischen Markt nachhaltig verändert, nicht nur in Bezug auf die Art, wie Studien durchgeführt werden. Der Trend zu remote Studien und Online-Veranstaltungen hat aber definitiv etwas Gutes und wir sehen, dass sich alle Marktteilnehmer zunehmend darauf einstellen. Wir sind gespannt, wohin die weitere Reise geht.

Ihre Ansprechpartnerin:

Ruochen Li ist seit 2020 als Project Managerin bei SKOPOS RESEARCH tätig. Die gebürtige Chinesin hat einen Master of Science in Management an der HHL Leipzig Graduate School of Management und an der NUCB Business School in Nagoya (Japan) erlangt. Davor machte sie ihren Bachelor in Administration an der Northeastern University in Qinhuangdao (China). Ihr Hauptantrieb ist, Entscheidungsträgern relevante Markteinblicke im kulturübergreifenden Kontext zu vermitteln.